Prüfbestimmungen für WPC-Terrassendielen
Das Wesentliche in Kürze
Natürlich wie Holz, robust wie Kunststoff. Seit einigen Jahren erobern Terrassendielen aus Holz-Polymer-Werkstoffen (englisch WPC: Wood Polymer Composites) die Gärten und Balkone. WPC besteht bis zu 80 Prozent aus Holzfasern, die mithilfe von Kunststoff wetterfest und wartungsarm gemacht werden. Damit die neuen Stars am Gartenmarkt halten, was sie versprechen, hat die Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e. V., Gießen, Prüfbestimmungen für sie entwickelt. Rund 80 Prozent der in Deutschland vertriebenen WPC-Dielen sind nach diesen Standards geprüft und tragen das Gütesiegel der Gemeinschaft. Damit kann dem Verbraucher ein dauerhaft sicheres und zuverlässiges Produkt angeboten werden. Die Qualitätskriterien im Einzelnen:
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Stabilität / Biegeeigenschaften
- Punktuell muss das Material eine Belastung von mindestens 340 Kilogramm aushalten ohne zu brechen. Damit halten die Terrassendielen im Alltag auch hohen Belastungen stand.
- Bei einem Druck von 500 Newton, das entspricht 50 Kilogramm, darf sich eine Diele maximal 1,8 Millimeter durchbiegen. Das verhindert die Bildung von Senken, in denen sich Wasser ansammeln kann.
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Witterungsbeständigkeit bei Temperaturschwankungen
- Dauerbelastungen durch Gewicht und hohe Temperaturen werden getestet, um die Beständigkeit gegen Hitze und kontinuierliche Gewichtsbelastung zum Beispiel durch abgestellte Gegenstände sicher zu stellen.
- Damit die Stabilität der Terrassenbretter auch bei extremen Klimaschwankungen garantiert werden kann, erproben die Experten das Verhalten der Profile durch mehrfache Zyklen von Kaltwasserlagerung, Gefrieren und Trocknen.
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Formstabilität bei Feuchteeinwirkung
- Holz quillt bei Feuchtigkeit und schwindet bei Trockenheit. Durch den Kunststoffeinsatz ist dieser Effekt bei WPC-Terrassendielen stark minimiert. Die Anforderungen an das Quellverhalten wurde 2009 nochmals verschärft.
- Der Test: Die Profile werden fünf Stunden in kochendem Wasser gelagert und anschließend in ein Kaltwasserbad getaucht. Danach dürfen sie im Mittel nicht mehr als sieben Prozent Feuchtigkeit aufgenommen haben.
- Diese Prüfung gewährleistet, dass die Planken dauerhaft in Form bleiben.
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Sicherheit / Rutschfestigkeit
- Der Belag entspricht der Rutschklasse „Sicher“ und ist bei Regen gefahrlos begehbar.
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Umweltschutz und Rohmaterialeigenschaften
- Die verwendeten Naturfasern müssen zu 100 Prozent aus nachweislich nachhaltiger Forstwirtschaft bestehen (FSC- bzw. PEFC-Zertifikat).
- Das eingearbeitete Polymer oder Polymergemisch muss zu 100 Prozent aus frischem Kunststoff bestehen.
- Die Dielen sind nach Gebrauch problemlos recyclebar.
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Kontrolle
Nach einer Erstüberwachung durch einen externen Zertifizierer garantieren jährliche Fremdkontrollen sowie eine werkseigene Qualitätssicherung die Einhaltung der Prüfbestimmungen.
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Detailinformation
Über die genauen Testverfahren und Grenzwerte informieren die Qualitäts- und Prüfbestimmungen für Terrassendecks aus Holz-Polymer-Werkstoffen (Fassung vom 29. Januar 2010 / deutsche Ausgabe).
Klick here for the english version of the quality and testing specifications.
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Hersteller in der Überwachung:
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